
Gemeinsam für die Weidetierhaltung:
Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Jägerschaft, Verbänden, Bürgerinitiativen und Fachstellen kamen beim 2. Westerwälder Weidetiertag in Mörsbach zusammen.
Foto: Röder-Moldenhauer Fotografie
Der 2. Westerwälder Weidetiertag in Mörsbach war ein voller Erfolg.
Bei bestem Wetter nutzten ca. 1.000 Besucher aus Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen die Gelegenheit, sich über Weidetiere, Landwirtschaft, Herdenschutz und die aktuellen Herausforderungen der Weidetierhaltung zu informieren.
Veranstaltet wurde der Familientag von der Bürgerinitiative Wolfsprävention Westerwald gemeinsam mit dem Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau. Zahlreiche Verbände, Fachorganisationen, Tierhalter und ehrenamtliche Helfer trugen dazu bei, dass die Veranstaltung gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich gewachsen ist.
Während die Kinder beim Ponyreiten, Kinderschminken, Basteln, Weidetierquiz und Bagger-Präzisionsspiel auf ihre Kosten kamen, nutzten viele Erwachsene die Gelegenheit zum Austausch mit Fachleuten, Verbänden und politischen Vertretern. Schafe, Rinder, Ponys und Pferde konnten hautnah erlebt werden. Auch die Vorführung „Horse & Dog“ von Laura Bachmann stieß auf großes Interesse.
Die große Bedeutung des Themas zeigte sich auch daran, dass zahlreiche Verbände und Organisationen aus Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen vertreten waren. Neben dem Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau beteiligten sich unter anderem der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV), der Bauernverband Gießen-Wetzlar-Dill e.V., der Kreisbauernverband Limburg-Weilburg e.V., der Bundesverband Deutscher Berufsschäfer e.V., der Landesverband der Schafhalter, Ziegenhalter und Züchter Rheinland-Pfalz e.V., der Hessische Verband für Schafzucht und -haltung, der Pferdesportverband Rheinland-Pfalz e.V., die Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland (VFD), die Landwirtschaftliche Wildhaltung Rheinland-Pfalz, das Koordinationszentrum Luchs und Wolf (KLUWO), der Agrarhandel Kaspers sowie der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz mit der Kreisgruppe Altenkirchen und der Erlebnisschule „Wald und Wild“.
Gerade die starke Beteiligung über Landesgrenzen hinweg machte deutlich, dass die Herausforderungen der Weidetierhaltung und des Wolfsmanagements längst nicht mehr nur einzelne Regionen betreffen, sondern viele Tierhalter in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen gleichermaßen beschäftigen.
Großen Zuspruch erhielt die Erlebnisschule „Wald und Wild“ des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz. Die ausgestellten Tierpräparate sowie die Informationen über heimische Wildtiere begeisterten Kinder und Erwachsene gleichermaßen und sorgten für viele interessante Gespräche.
Politisch war die Veranstaltung hochrangig besetzt.
Die offizielle Eröffnung übernahm Landrat Dr. Peter Enders, der die Gäste stellvertretend für die drei Westerwälder Landkreise Altenkirchen, Westerwaldkreis und Neuwied begrüßte. Zu den weiteren Gästen zählten die stellvertretende Ministerpräsidentin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Staatssekretärin Dr. Kristina Brixius, die Präsidentin des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz Dr. Gitta Greif-Werner sowie zahlreiche weitere Vertreter aus Kommunal-, Landes- und Bundespolitik.
Besonders positiv wurde von vielen Teilnehmern der Besuch von Staatssekretärin Dr. Kristina Brixius aufgenommen. Sie nahm sich viel Zeit für persönliche Gespräche mit Weidetierhaltern, Verbänden und Ausstellern, hörte aufmerksam zu und informierte sich direkt vor Ort über die Herausforderungen von Herdenschutz, Wolfsmanagement und Förderverfahren.
Deutlich positionierte sich auch die Präsidentin des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz, Dr. Gitta Greif-Werner. Sie sprach sich für ein aktives Wolfsmanagement aus und machte deutlich, dass die Jägerschaft bereit sei, Verantwortung zu übernehmen, sobald die entsprechenden rechtssicheren Rahmenbedingungen geschaffen würden.
Auch in zahlreichen Gesprächen mit Politik und Fachbehörden wurde deutlich, dass die Zukunft der Weidetierhaltung und der Umgang mit dem Wolf viele Menschen bewegt. Dabei standen nicht nur Fragen des Herdenschutzes, sondern auch Themen wie Transparenz, Förderverfahren und praktikable Lösungen für die betroffenen Tierhalter im Mittelpunkt.
Die Bürgerinitiative Wolfsprävention Westerwald zieht ein durchweg positives Fazit. „Wir sind überwältigt von dem großen Zuspruch und der Unterstützung. Der Weidetiertag hat gezeigt, dass viele Menschen hinter ihren Weidetierhaltern stehen und dass sachlicher Austausch zwischen Politik, Verbänden, Jägerschaft und Tierhaltern möglich ist“, erklärt BI-Sprecherin Bianca Belleflamme.
Besonders erfreulich war die große Geschlossenheit der verschiedenen Verbände und Organisationen. Landwirtschaft, Schaf- und Ziegenhalter, Pferdehalter, Berufsschäfer, Jägerschaft, Fachstellen und Politik kamen miteinander ins Gespräch und zeigten, dass die Zukunft der Weidetierhaltung nur gemeinsam gestaltet werden kann.
Die Veranstalter bedanken sich bei allen Helfern, Ausstellern, Verbänden, Sponsoren, Tierhaltern, Politikern und Besuchern, die diesen Tag möglich gemacht haben.
Ein besonderer Dank gilt dem DRK-Ortsverein Wissen, der die Veranstaltung mit einem Sanitätsdienst und Einsatzfahrzeug abgesichert hat. Ebenso bedanken wir uns bei den vielen ehrenamtlichen Helfern, Kuchenspendern, Tierhaltern und Unterstützern, die mit ihrem Einsatz maßgeblich zum Gelingen des Tages beigetragen haben.
Der 3. Westerwälder Weidetiertag kommt
Die überwältigend positive Resonanz hat die Veranstalter darin bestärkt, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Deshalb wurde direkt nach der Veranstaltung bereits der Termin für den 3. Westerwälder Weidetiertag festgelegt.
📅 Sonntag, 20. Juni 2027
📍 Grillhütte Mörsbach
Wir freuen uns schon heute darauf, wieder zahlreiche Besucher, Verbände, Tierhalter, Politiker, Fachstellen und Unterstützer begrüßen zu dürfen. Gemeinsam möchten wir auch weiterhin für die Belange der Weidetierhalter eintreten, den Dialog fördern und zeigen, wie wichtig Weidetiere für unsere Kulturlandschaft, unsere Artenvielfalt und unsere ländlichen Regionen sind.
Wer Interesse hat, sich mit seinen Weidetieren, seinem Verband oder als Aussteller am 3. Westerwälder Weidetiertag zu beteiligen, kann sich bereits jetzt gerne bei der Bürgerinitiative Wolfsprävention Westerwald melden.
Save the Date – wir sehen uns am 20. Juni 2027 in Mörsbach!




























































